21.12.2017 – SM-Blogparade – Tanja Russ

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Kurz vor Weihnachten, am 21.12.17 durfte ich dann auch meinem #nurimKopf Kino freien Lauf lassen. Viel Vergnügen 🙂

Gewagte Fantasien

Räder gleiten über den Asphalt, der Motor schnurrt wie ein Kätzchen. Ruhig, viel leiser als mein Herz, das so laut hämmert, dass es in meinen Ohren dröhnt.
ER fährt und das ist auch gut so. Ich bin zu nervös, um mich auf den Straßenverkehr konzentrieren zu können.
Mit jeder Minute, die verrinnt, kommen wir unserem Ziel näher.
Zweifel
Bringe ich das? Kann ich mich fallen lassen? Mich ausliefern in fremde Hände?
ER hat mir versichert, er passt auf mich auf. ER ist überzeugt davon, dass ich es kann. ER weiß, dass ich es will, sonst wären wir nicht … Der Wagen steht, der Motor ist aus. Wir sind da, oh Gott! Ich ringe hektisch nach Luft.
ER dreht sich zu mir, schaut mich prüfend an.
»Wir müssen nicht reingehen, das weißt du«, sagt er leise.
Ich schlucke hart, nicke, versuche ein unsicheres Lächeln. »Jetzt sind wir ja schon mal hier und … doch … ich … ich bin neugierig … und verrückt genug. Ich werde nicht kneifen. Ich …« Entschlossen schaue ich IHM in die Augen. »Ich möchte da rein. Ich habe ja meinen Olivenbaum.«
Er erwidert mein Lächeln, nickt, gibt mir einen langen zärtlichen Kuss, bevor er aussteigt, um den Wagen herumgeht und mir die Tür aufhält.
Der Olivenbaum ist meine Sicherheitsleine, meine Ausstiegsklausel.
Ungewöhnlich für ein Safeword? Ja, vielleicht. Aber ich mag die Vorstellung, mich unter dem Schutz des niedrigen Blätterdachs an den dicken, knorrigen Baumstamm zu lehnen. Ich finde, es ist ein gutes Stoppwort.
Noch einmal atme ich tief durch. Ich bin bereit.
Vorsichtig stakse ich auf meinen Heels über die Kieseinfahrt. ER hält meine Hand fest in seiner, schenkt mir Sicherheit.
Der kühle Wind streicht neugierig über meine intimste Stelle. Ich gehe nicht oft ohne Slip aus. Erst recht nicht, wenn ich einen so kurzen Rock trage. Hand- und Fußmanschetten hat ER mir schon zuhause angelegt. Meine Bluse, nicht zugeknöpft, nur in der Taille geknotet, gibt den Blick auf den schwarzen BH aus hauchdünner Spitze frei. Der Stoff ist so durchsichtig, dass den zwei Augenpaaren, die sich auf uns richten, als wir den Raum betreten, nichts verborgen bleibt. Meine Nippel sind steinhart, mein Magen krampft sich zusammen. Überdeutlich spüre ich das Fehlen des Slips. Nässe sammelt sich zwischen meinen Schenkeln.
Ich mustere die beiden Männer. Sie sehen komplett gleich aus. Schwarze Jeans, freier Oberkörper, schwarze Henkersmasken, die ihre Gesichter verbergen.
Gänsehaut kriecht über meinen Körper, von den Zehen bis zu den Haarspitzen.
ER nimmt mich fest in den Arm, küsst mich noch mal.
»Ich bin da«, flüstert er mir beruhigend zu. Dann tritt er hinter mich und meine Welt versinkt in Dunkelheit, als er mir mit einem Schal die Augen verbindet. »Geh vorwärts, das Spiel beginnt.«
Gehorsam folge ich SEINEM Befehl, laufe ein paar Schritte, bis ich Hände spüre, die nach mir greifen. Ich bleibe stehen, spreize die Beine leicht, verschränke die Arme auf dem Rücken und richte den Blick zu Boden, obwohl ich nichts sehen kann. Die Pose ist mir vertraut. Sie hilft mir, mich in meiner Rolle zu fokussieren. Hände, überall auf meiner Haut. Vom Knöchel, ganz langsam an meinem Bein hinauf streichelnd. Meinen Hintern knetend. Die verknoteten Enden meiner Bluse öffnend. Meine Brüste umfassend. Fest in meinen Nacken packend. Ein Finger streicht durch meine nasse Spalte, dringt tief in mich ein. Mein Hirn kann nicht zuordnen, wie viele Hände das sind. Verwirrend, aufregend und in meiner Dunkelheit auch ein wenig beängstigend. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, überflügelt meine Geilheit jedes andere Gefühl. Mein Rock fällt zu Boden, die Bluse gleitet von meinen Schultern. Hände, überall Hände. Streicheln mich. Kneifen in meine Nippel. Beherrschen meine Sinne. Der BH wird geöffnet und mir vom Körper gezupft. Ein Mund an meinem Hals, saugt, beißt sachte. Lippen umschließen meine Brustwarzen. Beide, fast gleichzeitig, jedoch in ganz unterschiedlicher Intensität. Auf der rechten Seite saugend, leckend, küssend. Links, Zähne, die unsanft an meinem Nippel zupfen und mir ein leises Jammern entlocken. Zart und hart, so wie ich es mag. Doch auf diese Weise, mit zwei Mündern auf meinen Brüsten hatte ich dieses Vergnügen noch nie. Meine Knie beginnen zu zittern. Ich spüre heißen Atem auf meinem Venushügel, dann eine Zunge, die in meine Spalte taucht, meine Nässe kostet. Oh Gott! Ich wimmere. Mein ganzer Körper bebt. So viele Reize, Beine wie Gummi. Leichte Panik steigt in mir auf, als mir klar wird, dass meine Füße mich nicht mehr lange tragen werden. Ich stöhne laut. Ein Mund auf meinen Lippen, trinkt meinen Schrei, eine Zunge tanzt mit meiner … nein kein Tanz, eher ein spielerischer Kampf. Ich ergebe mich … sehr gerne sogar.
Jemand packt mein Handgelenk und ich höre das verhaltene Klack eines Karabiners, der in die Manschette einrastet. Rechte Seite, linke Seite. Willig folge ich dem Seilzug, recke die Arme über den Kopf. Die Winde stoppt, kurz bevor ich auf die Zehenspitzen gehen muss. In die Fußmanschetten rasten ebenfalls Karabinerhaken ein, fixieren meine gespreizten Beine, die ich nun nicht mehr schließen kann. Die Seile geben mir Sicherheit. Sie halten mich in Position, nehmen mir meine Entscheidungsfreiheit. Nicht schlimm, denn mein Olivenbaum, ist da, wenn es nötig werden sollte. Stark und still steht er am Ende meiner Kraft. Aber so weit bin ich noch lange nicht.
Ich höre Schritte, die sich entfernen. Für einige Augenblicke gönnen die Männer mir Ruhe. Wo ist ER? Ist er mit den beiden anderen fortgegangen? … Nein, er nicht. Ich weiß, dass er hier ist, spüre seine Blicke auf mir. Ich bin nicht allein, Ich weiß, er sieht meine Erregung und ich schäme mich dafür. Immerhin war es nicht nur er allein, der mich in diesen Rausch versetzt hat. Andererseits hat ER mich hierher gebracht. Es ist sein Wunsch, dass ich diese Session genieße, so wie er es sicher genießt, mich so zu sehen. Hemmungslos, tabulos, willig. ER liebt die Schlampe in mir genauso sehr, wie die nette Frau von nebenan, die sich an den Blumen im Garten erfreut und sonntagmorgens im Schlabberlook auf dem Sofa herumlümmelt. Trotzdem, ich spiele hier mit drei Kerlen und von Zweien weiß ich noch nicht einmal, wie sie aussehen. Nicht gerade das, was man von einer respektabelen Frau erwartet, oder?
Etwas trifft meinen Arsch, der sogleich brennt wie Feuer. Ich schreie. Verdammt, was war das? Eine Bullwhip? Sie lassen mir keine Zeit, darüber nachzudenken. Hiebe klatschen auf meine Kehrseite. Ich glaube, es waren fünf schnell hintereinander. Das halte ich definitiv nicht lange durch! Mein Olivenbaum ist mir nahe.
Zwei Hände greifen fest nach meinen Schenkeln, eine Zunge gleitet in meine Pussy.
›Oh ja bitte, wer auch immer du bist, hör bloß nicht auf!‹, denke ich. Sprechen kann ich gerade nicht, nur schreien. Die Schläge auf meinen Hintern sind noch härter geworden, doch jetzt heiße ich sie willkommen. Lust und Schmerz katapultieren mich in eine andere Sphäre. Blitze schießen durch mich hindurch, lassen mich hell leuchten. Doch das scharfe Brennen, das wieder und wieder meine Backen trifft, bremst mich, kurz vor dem ersehnten Ziel, vereitelt den Urknall.
Der Typ, dessen Namen ich noch nicht einmal kenne, saugt an meiner Perle, bis meine Beine mich nicht mehr tragen. Ich zittere am ganzen Körper. Er hält mich fest, verhindert, dass ich einknicke und die Seile an meinen Armen reißen. Ein letzter Hieb auf meinen brennenden Arsch, zwei kräftige Hände unter meinen Achseln. Sie stützen mich, während die Fesseln an meinen Armen gelöst werden. Wie in Zeitlupe gleite ich hinab auf meine Knie. Die Hände, die mich halten, dirigieren mich in die gewünschte Position, bis ich einen harten Schwanz an meinem Eingang spüre. Ich bin so nass, dass er in mich gleitet, während man mich behutsam tiefer sinken lässt, bis ich auf fremden Hüften sitze. Ein resoluter Griff in meinen Nacken schiebt mich nach vorn und zwingt mich, die Hände auf dem Boden abzustützen. Ich schließe hinter dem Schal die Augen, fühle ganz bewusst. Der harte Schaft in mir bewegt sich nicht, aber er fühlt sich wunderbar an. Reglos bleibe ich sitzen, genieße das Gefühl, lasse mich führen.
Zwei Hände streicheln meine glühenden Backen, ziehen sie auseinander. Mein Herz beginnt zu rasen. ›Das ist jetzt nicht euer ernst, oder?‹, kann ich gerade noch denken. Schon spüre ich die Spitze an meinem Hintereingang. Gleitgel garantiert ihm den ungehinderten Zugang. Millimeter für Millimeter. Langsam, bedächtig, bis seine Haut sich gegen meinen lodernden Hintern presst. ›Himmel, das ist zu viel!‹ Leichte Panik erfasst mich. Eine Hand streichelt behutsam meine Wange. Heißer Atem an meinem Ohr. »Entspann dich. Ich bin da. Alles okay.«
SEINE Stimme beruhigt mich. Er küsst mich, seine Zunge gleitet in meinen Mund. Sanft, zärtlich, atemberaubend, während die beiden Männer unter und hinter mir in einem sehr langsamen, trägen Rhythmus sehr sachte zu stoßen beginnen.
Die Hitze in mir wird unerträglich. ›Das passt nicht! Das geht nicht!‹. Hämmert das Mantra in meinem Kopf.
ER beendet den Kuss, streicht mit dem Daumen über meine Lippen. »Hör auf zu denken. Fühle. Genieße. Lass dich gehen«, flüstert er. Dann schiebt er mir seinen Schwanz in den Mund. Fügt sich in den Rhythmus ein.
Ich stöhne, reiße die Augen auf. Alles ist dunkel. Ich liege auf dem Rücken. Meine Bettdecke ist feucht, zwischen meinen Schenkeln pocht es und klebrige Nässe sickert langsam an meinen Oberschenkeln herab. Ich keuche leise. Himmel, was für ein verrückter, unsäglich geiler Traum!
So kann ich auf keinen Fall wieder einschlafen! Ich richte mich auf, komme auf die Knie. In der Dunkelheit unseres Schlafzimmers nehme ich die Silhouette meines schlafenden Herrn nur schemenhaft wahr. Vorsichtig ziehe ich die Decke über seine Hüften. Unser beider bester Freund schläft, genau wie ER. Behutsam beuge ich mich hinab, wecke meinen Lieblingsspielkameraden, indem ich ihn sanft mit der Zunge streichele. Ich lasse ihn in meinen Mund gleiten, als er sich, vermutlich erstaunt, über die nächtlichen Störung, zu seiner vollen Pracht aufrichtet. Umarme ihn mit meinen Lippen, massiere ihn. Ein leichtes Zucken geht durch SEINEN Körper, gibt mir die Gewissheit, dass ER jetzt auch wach ist. Sein leises Zischen klingt in der Stille überlaut. »Himmel, Baby, was zum Teufel hast du geträumt?«, stöhnt er überrascht und genießerisch. Er streckt den Arm aus, knipst die Nachttischlampe an. Er liebt es, mich zu beobachten, während ich ihn verwöhne.
Ich schaue zu ihm auf. Kann nicht reden mit vollem Mund. Und das ist auch gut so. Ich werde mich ordentlich ins Zeug legen, damit er seine Frage vergisst. Denn ER ist mein Herr, mein Freund, mein Lebensgefährte. Der Mann, der meine Träume wahr werden lässt. Ich vertraue ihm blind und erzähle ihm fast alles. Doch von meiner nächtlichen Vision sollte er besser nichts erfahren. Denn diese Fantasie zu leben, dazu bin ich nicht bereit.

Und hier kommen nochmal die Links zu den Story’s meiner Kollegen von der SM-Blogparade:

Tomasz Bordemé
Ben Wilder
Kari Maus
Magaraux Navara
Devote Romantikerin
Seitenspringerin

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