SM-Blogparade – Weihnachten

Die SM-Blogparade läuft und ist schon fast wieder durch. Und ich bin vor lauter Arbeit einfach nicht dazu gekommen, euch die Geschichten meiner Kollegen vorzustellen. 🙁
Ich kann mich nur entschuldigen – und erst recht ganz dolle entschuldigen bei meinen Kollegen der diesjährigen Blogparade. Morgen ist mein letzter Arbeitstag dieses Jahr und ich schwöre, ich supporte die Weihnachts-BDSM-Geschichten meiner Kollegen morgen endlich!!

Die BDSM-Weihnachts-Blogparade besteht aus folgenden wild und wunderbar bloggenden Nikoläusen und Weihnachtsengeln:

01.12. @ChefleGrand-> https://senior525.wordpress.com/

06.12. @eheherrin-> https://bdsmkettensklave.wordpress.com/

11.12. @MrsSarahBlume-> https://www.sarah-blume.de

16.12. @LaMadameDomme-> https://skrollans.wordpress.com

21.12. @TanjaRuss_Autor-> https://tanjaruss.de

24.12. @Einsiedlerine-> https://sofiesgeheimewelt.wordpress.com/


Hier kommt jetzt meine BDSM-Weihnachtsgeschichte für die BDSM-Blogparade. Ich hoffe, sie gefällt euch und wünsche euch frohe Weihnachten 🙂

Ein Jahr voller Arbeit und Stress neigt sich dem Ende. Die Monate sind nur so an mir vorbei geflogen. Wann hatten der Herr und ich eigentlich das letzte Mal wirklich Zeit für einander? Beide sind wir beruflich viel zu arg eingespannt. Da bleibt das ›wir‹ oft auf der Strecke. Es gab Jahre, da haben wir uns jedes Wochenende gesehen. Immer abwechselnd bei ihm oder bei mir. Und wir haben gespielt und gevögelt, wie die Karnickel. Dieses Jahr war ich schon dankbar, wenn wir uns einmal im Monat sehen konnten. Oft genug haben wir dann einfach nur die Nähe des Anderen genossen und uns gemeinsam vom Stress und der Welt ausgeruht.
Untervögelt zu sein ist gar nicht so schlimm. Trotz Stress finde ich hi und da ein paar ruhige Minuten für mich und meinen Vibrator.
Auch der Austausch zwischen meinem Herrn und mir funktioniert. Wir legen Wert darauf, regelmäßig zu telefonieren und nehmen uns fast täglich Zeit dafür, wenn es auch manchmal nur zehn Minuten sind. Ich weiß ungefähr, wie es im Alltag bei ihm läuft und er bei mir.
Unterdominiert zu sein, empfinde ich dagegen oft als unerträglich. Auf meinen eigenen freien Willen zu verzichten und mich dem seinen vollkommen auszuliefern. Seine Macht über mich körperlich spüren zu können. Mich ihm zu ergeben und auf ihn zu vertrauen, das fehlt mir wahnsinnig. Es macht mich oft unausgeglichen und traurig und sorgt für ein Gefühl der Leere, wenn ich nach einem langen Arbeitstag allein in meinem Bett liege und an ihn denke.
Mein Umfeld nimmt mich als Frau, Freundin, Kumpel, Kollegin, Vertraute oder Beraterin wahr. Aber Sub kann, darf und will ich nur bei ihm sein. Die Sub in mir ist ein wichtiger Teil meiner Persönlichkeit. Nur wenn sie nicht zu kurz kommt, bin ich ausgeglichen. Nur wenn sein Wille mich fesselt, kann ich mich fallen lassen und wirklich frei sein.
Bald ist Weihnachten. Das Jahr ist fast um. Wann hab ich mich ihm das letzte Mal ohne Netz und doppelten Boden ausgeliefert? Wann hat er mich zuletzt spüren lassen, wer und was ich wirklich bin?
Ein tiefer Seufzer entfährt mir, als ich die verwelkten Blumen aus der Vase nehme und sie mit Schmackes in den Mülleimer befördere.
Das Telefon klingelt. Beim Blick auf das Display hebt sich meine Laune sofort. Ich liebe es, wenn er gerade dann anruft, wenn ich an ihn denke. Obwohl das eigentlich kein so großer Zufall ist, weil meine Gedanken ziemlich oft bei ihm weilen.
»Guten Abend, mein Herr«, flöte ich ins Telefon.
»Guten Abend, Kleines. Bleibt es dabei, dass du zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub hast?«
»Ja und ich freue mich auf die Auszeit. Wird höchste Zeit«.
Ich stocke, zögere. Schon vor Monaten haben wir ausgemacht, dass wir uns am ersten Weihnachtstag sehen und die Zeit bis Neujahr gemeinsam verbringen. Aber wir haben schon lange nicht mehr darüber gesprochen. Ist der Plan noch aktuell? Hat er es vergessen? Hat er etwas anderes vor? Ich traue mich kaum, zu fragen. Weihnachten ohne ihn, wäre eine herbe Enttäuschung für mich.
»Ich … sehen wir uns?«, frage ich und ärgere mich über den bangen Unterton in meiner Stimme, den er garantiert bemerkt hat.
»Selbstverständlich!«, antwortet er sofort und mein Herz hüpft vor Freude.
»Es sind ja nur noch ein paar Tage bis Weihnachten. Am 25. trägst du bitte einen deiner engen Röcke. Auf einen Slip wirst du verzichten. Um Punkt zehn Uhr stehst du vor deiner Haustür. Du wirst abgeholt. Sobald du im Auto sitzt, ziehst du deinen BH aus. Im Wagen herrscht Redeverbot! Verstößt du gegen eine meiner Anordnungen, sorge ich dafür, dass du über Silvester nicht sitzen kannst«.
»Ja mein Herr, wie du wünscht. Ich freu mich wahnsinnig auf dich!«, hauche ich glücklich.
Endlich werden wir ein paar Tage Zeit für uns haben. Und er scheint in Spiel-Laune zu sein. Ich könnte platzen vor Glück. Was er wohl plant? Er lässt mich abholen.
Verbringen wir den ersten Weihnachtstag in einem Club? Oder fahren wir für ein paar Tage weg? Mal raus aus dem ganzen Alltagstrott?
Ich weiß es nicht. Ich könnte ihn fragen, aber ich will nicht. Ich möchte mich einfach auf ihn einlassen. Ich liebe es, wenn er mich überrascht.

Den Heiligen Abend habe ich mit meiner Familie verbracht. Es war schön, wie jedes Jahr. Sehr festlich. Sehr besinnlich. Sehr konservativ. Mit Weihnachtsgans, Weihnachtsliedern und Bescherung. Das volle Programm. Es war geradezu skurril, mit Eltern, Oma, Tante und Onkel zusammenzusitzen, während ich mir vorstellte, dass ich vielleicht schon am nächsten Abend gefesselt, mit rotem Hintern und gespreizten Beinen vor meinem Herrn knien werde.
Immer wieder habe ich darüber nachgedacht, warum er mir nicht einfach die Adresse gibt, wo ich hinkommen soll. Warum holt er mich ab. Oder holt mich jemand anderes ab? Werden wir allein sein? Ich hoffe, dass diese paar Tage nur uns beiden gehören werden. Dass niemand meine Schreie wird hören können. Niemand außer ihm. Wie schön wäre es, ihm endlich mal wieder voll und ganz ausgeliefert zu sein. Meine Libido spielt verrückt bei dem Gedanken.
Und jetzt hat das Warten endlich ein Ende!
Als ich nach meiner kleinen Handtasche greife und meine Wohnungstür von außen abschließe, bin ich so nass, dass ich befürchte, mein Rock wird Flecken haben, wenn ich auf meinen Herrn treffe.
Herzklopfen
Wird er mich selbst abholen? Werde ich ihn gleich wiedersehen?
Vor der Tür steht eine schicke schwarze Limousine. Ein Mann in Chauffeur-Uniform steigt aus, kommt um den Wagen herum und öffnet mir die hintere Tür auf der Beifahrerseite.
Wow, das hat Stil. Dennoch bin ich ein wenig enttäuscht. Hatte so gehofft, dass Er mich abholt.
Auffordernd schaut der Chauffeur mich an. Sein Blick geht mir durch Mark und Bein. Das ist kein Bediensteter! Das Lächeln auf seinen Lippen spiegelt sich in stahlblauen, von Fältchen umgebenen, Augen wieder. Er wirkt unheimlich sympathisch und strahlt dabei so viel Dominanz aus, dass ich unwillkürlich den Blick senke.
»Steig ein, Laura«.
Ich wundere mich keine Sekunde über die vertraute Anrede. Ohne drüber nachzudenken antworte ich: »Jawohl Sir, wie Sie wünschen«. Und klettere auf den Rücksitz, wo ich, wie ich überrascht feststelle, nicht allein bin.
Während der uniformierte Herr einsteigt und den Wagen startet, mustere ich die junge rothaarige Frau neben mir. Sie trägt schwarze Pantys, schwarze Nylons und rote High Heels. Ihr T-Shirt ist so eng, dass ich die Nippelklemmen auf einen Blick erkennen kann.
Sie ist schön, wirkt gleichzeitig stark und zerbrechlich wie Glas. Eine ganz spezielle Variante eines Weihnachtsengels mit wunderschönen vollen rot geschminkten Lippen und einer schwarzen Augenbinde.
Ich öffne den Mund, um sie zu begrüßen und mich vorzustellen. Doch gerade noch rechtzeitig fällt mir ein, dass mein Herr mir das Sprechen im Auto unter Androhung von Strafe verboten hat. Ich beiße mir auf die Lippen und sage nichts, obwohl mir das komisch vorkommt. Der Blick des Herrn am Steuer trifft meinen im Rückspiegel.
Streng.
Der kann sicher gut mit einer Rute umgehen. Weil Weihnachten ist, beschließe ich, ihn Knecht Ruprecht zu nennen. Obwohl … Knecht?
Nein.
Sir Ruprecht ist vermutlich passender.
Abwartend schaut er mich an.
›Was will er?‹
Ach ja … ich schlucke hart. Mir wird heiß, ich habe das Gefühl, am ganzen Körper zu erröten. Immerhin, die Frau neben mir kann nicht sehen, wie ich zögernd meine Bluse aufknöpfe, um den BH auszuziehen. Den Blick von Sir Ruprecht dagegen kann ich geradezu körperlich spüren. Ein Schweißtropfen rinnt zwischen meinen Brüsten herab, als ich die Bluse wieder überziehe.
»Zuknöpfen brauchst du sie nicht«. Man könnte meinen, er hätte einen freundlich gemeinten Vorschlag formuliert. Sein Ton jedoch sorgt dafür, dass ich sofort aufhöre, den untersten Knopf meiner Bluse zu suchen und die Hände auf meine Oberschenkel lege.
»Anschnallen!«
Ich gehorche.
Jetzt endlich fährt er los.
Ich habe keine Ahnung, wie lange die Fahrt dauern wird. Doch mein Gefühl sagt mir, dass wir nicht zu einem Club in der Stadt unterwegs sind. Ich rechne jetzt eher damit, ein paar Stunden mit diesen beiden Menschen im Auto zu verbringen.
Die Temperatur im Wagen ist angenehm. Das Radio ist aus. Es wird nicht gesprochen, nur das leise gleichmäßige Brummen des Motors ist zu hören. Ich starre auf seinen Hinterkopf. Schwarzes volles, leicht gewelltes Haar, durchzogen von einigen grauen Strähnen. Ein verdammt attraktiver Mann, auch wenn er bestimmt zwanzig Jahre älter ist als ich. Ich würde ihn gern um etwas Musik bitten, aber ich darf ja nicht reden. Ich ahne, dass das Schweigen im Auto Absicht ist.
Gedanken kreisen.
Was hat mein Herr wohl geplant?
Offenbar habe ich mich getäuscht, als ich dachte, wir wären allein. Wird mein Herr mich an diesen älteren Dom verleihen? Ich gestehe mir ein, dass meine Pussy bei dieser Vorstellung wild pocht und schäme mich gleichzeitig für meine Gier und für die Feuchtigkeit auf den Innenseiten meiner Schenkel.
Ein leises Summen erfüllt den Fahrgastraum, das nicht vom Motor des Wagens kommt. Die Frau neben mir keucht leise. Sir Ruprecht am Steuer grins mir im Rückspiegel zu.
Ein Vibro-Ei, nehme ich an. Ob sie seine Sub ist? Oder seine Sklavin? Mein Kopfkino liefert plötzlich wilde Bilder. Davon, wie er ihren Arsch mit einem Rohrstock bearbeitet. Wie er hart ihren Mund fickt, während sie vor ihm kniet. Sie wimmert leise. Ich kann ihre Lust riechen. Oder ist es meine? Ich presse die Beine zusammen. Am liebsten würde ich es mir auf der Stelle selbst besorgen. Hier auf dem Rücksitz. Unter diesem stahlblauen Blick im Rückspiegel, dem nichts entgeht.
Ob mein Herr enttäuscht von mir wäre, wenn er wüsste, dass ich wie eine läufige Hündin auf einen Fremden im reifen Alter und seine junge Gespielin reagiere?
»Zieh dein Shirt aus und spiel mit den Klemmen, Julie!«
Seine Stimme scheint in meinem Schoß zu vibrieren, ähnlich wie das Vibro-Ei in ihr. Inzwischen wimmert sie leise und das würde ich am liebsten auch tun. Verstohlen beobachte ich aus den Augenwinkeln, wie sie gehorsam ihr Oberteil über ihren Kopf streift. Dabei achtet sie sorgsam darauf, dass die Augenbinde nicht rutscht. Die Schöne trägt ebenfalls keinen BH. Sie hat tolle Brüste.
Klein, rund, fest.
Die Nippelklemmen sind mit einer Kette verbunden. Sie beginnt, an ihren Nippeln zu spielen, zieht an der Kette, stöhnt. Ich sehe einen nassen Fleck auf ihren Pantys. Ein leiser Schmerzlaut entkommt ihr. Eine Klemme ist mit einem kaum hörbaren Klick von ihrer linken Brustwarze abgerutscht. Ich spüre, wie sie sich neben mir verkrampft. Der Fahrer blinkt und fährt auf einen Autobahnrastplatz, wo er den Wagen in eine der wenigen freien Parklücken bugsiert und den Motor ausmacht.
»Steig aus!«
»Du«, wendet er sich streng an mich, »bleibst sitzen!«
Ich bin erleichtert über diesen Befehl. Gleichzeitig leicht eingeschüchtert und sehr gespannt, was nun geschehen wird.
Er hilft dem Weihnachtsengel fürsorglich beim Aussteigen. Ich kriege kaum Luft, so eng fühlt sich mein Hals plötzlich an. Sie hat ihr T-Shirt nicht wieder angezogen und um uns herum stehen einige Lastwagen. Schon höre ich Männer grölen. Er geleitet sie nach vorn und drückt ihren Oberkörper auf die Motorhaube. An seinen Bewegungen erkenne ich, dass er ihr die kurze Hose herunterzieht. Ein paar fremde Männer kommen heran. Sie bleiben in respektvollem Abstand stehen, die Gesichter dem Paar zugewandt.
Erstaunlicherweise habe ich keine Angst um Julie oder um mich. Mir ist klar, dass die schaulustigen Kerle das Alphamännchen in Sir Ruprecht instinktiv erkennen. Sie werden keinen Ärger anfangen, um sich den Spaß nicht zu verderben. Und sollte es wider Erwarten nötig werden, kann und wird der Herr sein Eigentum beschützen und mich, die ihm für diese Fahrt anvertraut ist, ebenfalls.
Er schaut sich kurz um, rupft dann ein paar Pflanzen aus dem ungepflegten Grünstreifen hinter den Parkboxen und bastelt daraus eine Rute.
Brennnesseln. Ich wage kaum, zu atmen, während er ihren nackten Arsch mit der Brennnesselrute spankt. So fest, dass ich das Zischen auf dem Rücksitz hören kann. Sie stöhnt und bedankt sich artig für jeden Schlag.
Ich habe nicht mitbekommen, dass ihr Herr das angeordnet hat. Ich glaube, sie tut es von sich aus. Vielleicht, damit keiner der Schaulustigen auf die Idee kommt, den galanten Retter zu spielen. Mir schlägt das Herz bis zum Hals. In meinen Ohren rauscht es. Automatisch zähle ich mit und stelle mir dabei vor, ich wäre diejenige, die dort draußen mit blankem Hintern über die Motorhaube gebeugt steht. Um mich herum lauter fremde, gaffende, grölende, sabbernde Kerle.
Sollte mich das nicht abstoßen oder ängstigen?
Tut es aber nicht.
Ich beneide sie ein bisschen und bin gleichzeitig heilfroh, dass ich nicht mit ihr tauschen muss.
Ich hoffe zumindest, dass ich das nicht muss. Oder …?
Ich schlucke trocken. Ich würde mich so gern anfassen. Ich würde binnen Sekunden kommen, aber ich brauche diese kleine Stimulation meiner Finger. Da draußen stehen fünf Männer, die mich sehen können. Sicher, sie sind auf das Schauspiel auf der Motorhaube konzentriert und der Beifahrersitz vor mir würde mich vermutlich vor ihren Blicken schützen. Aber ich traue mich trotzdem nicht. Als ich bei siebzehn angelangt bin, hört der Herr auf seine Sklavin zu schlagen. Er wendet sich an seine Zuschauer. Ich verstehe nicht, was er sagt, aber ich brauche nicht viel Fantasie, um es zu erraten. Und tatsächlich tritt einer der fremden Kerle vor, übernimmt die Rute und lässt sie auf Julies Engelsarsch sausen. Genau acht Streiche, vier auf jede Backe. Die Brennnesselhiebe kommen nicht so fest, wie zuvor bei ihrem Herrn. Ich schätze, der Typ hat das noch nie gemacht. Und die rothaarige Schöne bedankt sich auch nicht bei ihm. Aber sie stöhnt und wimmert, wenn die Rute trifft. Der Kerl tritt zurück und ein anderer LKW-Fahrer nimmt seine Stelle ein. Ich zähle noch einmal acht Hiebe. Dann darf sie ihre Shorts wieder hochziehen.
»Dreh dich um«.
Dieses Mal habe ich seine Worte verstanden. Julie gehorcht sofort, lehnt sich zurück und stützt sich mit den Ellenbogen auf der Motorhaube ab. Die lüsternen Blicke der Umstehenden heften sich auf ihren Körper. Ich schätze, sie starren nicht nur auf ihre tollen Brüste, sondern auch auf den nassen Fleck auf ihren Pantys, der vermutlich größer geworden und gut sichtbar ist. Ich zumindest bin klatschnass und rutsche unruhig auf dem Sitz herum, was mir aber nicht die geringste Erleichterung verschafft.
Der Herr zieht an der Nippelkette. Sie stöhnt lauter. Sie spreizt die Schenkel, ohne das er es ihr befohlen hätte. Ich vermute, sie bemerkt das selbst nicht einmal. Er greift in die Tasche seiner Uniform. Ich kann es nicht genau erkennen, aber es muss die kleine Fernbedienung des Vibro-Ei’s sein.
»Du darfst jetzt kommen, Süße«.
Sofort bäumt sie sich auf. Wie viele Stufen das Toy wohl hat und wie stark die höchste Stufe sein mag? Julie stöhnt lauter und beginnt unkontrolliert zu zucken. Die Männer johlen und feuern sie an. Einer reibt mit der Hand über seine Hose. Ich wette, jeder Einzelne von ihnen wird sich gleich in seinem LKW Erleichterung verschaffen und ich beneide sie darum.
Sir Ruprecht greift nach seinem Engel, zieht sie hoch, küsst sie und gibt ihr einen leichten Klaps auf den Arsch. Sie zuckt zusammen. Ich habe keine Vorstellung, wie sehr ihre Backen jetzt brennen. Jedenfalls setzt sich sehr vorsichtig neben mich auf den Rücksitz, nachdem der Herr ihr die Tür geöffnet hat.
Die Fahrt geht weiter.
Schweigend.
Mein Kopfkino überschlägt sich.
Mein Unterleib pocht.
Keine Ahnung, wie lange wir fahren. Irgendwann biegen wir von der Autobahn ab. Die Straßen werden nach und nach immer schmaler und es geht stetig bergan. Rechts und links von uns wechseln die Farben von grasgrün und matschbraun auf weiß. Zeitweise tanzen dicke Schneeflocken durch die Luft und landen gemächlich auf der Windschutzscheibe, wo sie resolut von den Scheibenwischern verscheucht werden.
Ich habe jegliches Zeitgefühl verloren. Irgendwann hält Sir Ruprecht an und steigt aus. Ich sehe Berge, Schnee und eine Hütte.
Sonst nichts.
Oder doch.
Da endlich ist der Mann, auf den ich mich schon seit Stunden freue. Er begrüßt den Fahrer mit einem festen Handschlag und einer freundschaftlichen Männerumarmung. Dann kommt er um den Wagen herum, öffnet mir die Tür und zieht mich in seine Arme. Er küsst mich, sehr zärtlich, viel zu sanft. Mein Respekt ihm gegenüber verhindert, dass ich ihn anspringe und ihm die Klamotten vom Leib reiße. Ich überlege ernsthaft, ob ein Blowjob gleich hier draußen in der Winterkälte wohl okay wäre. Aber natürlich verkneife ich mir auch das. Wir beide folgen seinem Plan.
»Schön, dass du da bist. Komm mit, ich zeige dir die Hütte«.
Er nimmt er meine Hand, ich öffne die Tür und wir betreten einen großen Raum, der von einem Kamin dominiert wird, in dem schon ein lustiges Feuer prasselt. Ansonsten viel Holz, Schafsfelle, ein Jutesack, auf dem man sitzen kann. Auf dem Tisch steht ein Gesteck aus Tannenzweigen, die diesen würzigen Duft verbreiten, den ich so liebe. Die ganze Einrichtung ist einfach und sehr gemütlich. Der sanfte Druck seiner Hand in meinem Rücken macht mir bewusst, dass ich stehen geblieben bin. Ich gehe weiter, bis zur Mitte des Zimmers. Ich fühle mich wohl hier. Lächele ihn an.
»Zieh dich aus!«
»Äh … was? Wir … wir sind nicht allein …«
»Zieh dich aus!«
Oh je. Mein Verdacht, dass der Typ da draußen nicht nur den Chauffeur gespielt hat, erhärtet sich. Und seine Sklavin ist sicher nicht nur mitgefahren, um ihm Gesellschaft zu leisten. Ich schlucke hart, spüre Panik in mir aufsteigen. Er fixiert mich mit diesem ganz speziellen Blick. Streng und zärtlich, verwegen und fürsorglich, alles zugleich.
Ich liebe diesen Blick und ich vertraue ihm und seinen Entscheidungen. Er kennt mich besser, als ich mich selbst. Er weiß, was gut für mich ist, wie viel er mir abverlangen kann. Dennoch spüre ich, dass mein Lächeln etwas zittrig ausfällt, als ich seinem Wunsch entspreche. Die Wärme des Kaminfeuers streichelt meine Haut, ich entspanne mich. Er nimmt einen Schal von der Lehne braunen Wildledercouch und verbindet mir die Augen damit.
Dunkelheit.
Er umarmt mich, küsst mich sanft.
Behaglichkeit.
Dann nimmt er erneut meine Hand, führt mich ein paar Schritte weit.
»Arme über den Kopf, Beine so weit spreizen, dass du noch bequem stehst.
Ich folge seiner Anweisung. Mein Herz hämmert. Ich versuche, mich zu fokussieren. Atme den Duft der Tannennadeln. Lausche dem Knistern des Kaminfeuers.
Da, die Tür. Sie wird geöffnet und wieder geschlossen.
Schritte.
Mein Herr und ich, sind nicht mehr allein.
Ein paar leise Geräusche, die ich nicht einordnen kann. Ein Zischen, dass durch die Luft sirrt. Ich versteife mich.
Ein Schrei.
Zu meinem Erstaunen bleibt der Schmerz aus. Und auch der Schrei kam nicht aus meinem Mund. Das Surren, das Klatschen, der Schrei. Viermal schnell hintereinander. Dann wird mir endlich klar, dass nicht mein Körper das Ziel der Peitsche ist, sondern Julies. Ich schließe die Augen. Angespannt lausche ich. Heiße jedes Klatschen und jeden Schrei willkommen und giere nach dem Nächsten. Ich steh total auf ihre Art zu schreien. Ich kann ihre Pein und ihre Lust heraushören. Immer mehr, immer lauter, immer intensiver mit jedem Klatschen. Ich kriege nicht genug von ihren Schreien, während meine Lust langsam an den Innenseiten meiner Schenkel herabläuft.
Ich bin geradezu enttäuscht, als die Geräusche irgendwann ausbleiben. Ich will sie weiter schreien hören. Bitte nur noch einmal!
Jemand kommt zu mir, löst meine Fesseln, schiebt mich vorwärts und drückt mich dann auf die Knie. »Verschaff ihr Erleichterung, sie hat es verdient.“
Dieser Befehl kam von meinem Herrn. Gleichzeitig drückt er mein Gesicht in ihren Schoß. Ich stehe nicht unbedingt auf Frauen, das weiß er. Aber das hier will ich und vermutlich ist niemand erstaunter darüber, als ich selbst. Ich züngele einmal ganz kurz durch ihre nasse Spalte. Sie stöhnt, biegt mir ihren Schoß entgegen. Ich höre auf zu züngeln, warte eine Weile, lecke dann genüsslich über ihre Klit, genieße ihr Stöhnen, ziehe mich wieder zurück. Dann sauge ich kurz ihre Perle in meinen Mund, gebe sie sofort wieder frei. Sie jammert, beginnt zu betteln. Ich tauche mit meiner Zunge in sie ein. Ihr Saft benetzt mein Kinn. Sie schmeckt süß wie Honig. Sie ist weich und warm und nass und nachgiebig und sie bettelt so schön. Diese Mischung aus Lust und Machtgefühl und Schadenfreude habe ich noch nie gefühlt. Ich schwelge in diesem Gefühl. Reize sie, necke sie, ohne sie kommen zu lassen. Ich könnte ewig so weiter machen. Doch irgendwann krallt eine Männerfaust sich fest in meine Haare und drückt mein Gesicht so tief in ihren Schoß, dass ich ihrem Verlangen nicht mehr ausweichen kann. Ich züngele, sie beginnt zu zucken.
Sie schreit.
Hach sie schreit wieder.
Herrlich!
Ich genieße ihr Zucken auf meinem Gesicht, bis ich erneut recht grob von ihr weggezogen werde.„So so, du leckst also gerne?“, brummt Sir Ruprecht. Ich höre, wie ein Reisverschluss heruntergezogen wird und im nächsten Moment wird mir ein Schwanz in den Mund geschoben. Ich blase voller Inbrunst, während ich versuche zu ergründen, wen ich da gerade beglücke. Eigentlich müsste ich doch erkennen können, ob es mein Herr ist, oder nicht. Aber Julies Geschmack in meinem Mund verhindert eine präzise Analyse.
Eine Hand trifft meinen Arsch.
Fest.
Feurig.
Und wieder weiß ich nicht, welchem Mann diese Hand gehört.
Es ist frustrierend.
Nein, es ist geil!
Dann flattert eine Zunge zart durch meine Pussy.
Julie.
Dieses Mal bin ich mir ganz sicher.
Harte Schläge auf meinem Arsch, hauchzartes zuckersüßes Engelsflattern in meinem Schoß.
Ich bin so überreizt, dass ich meine guten Manieren vergesse und einfach komme ohne zu fragen, ob ich darf. Ich werde hochgezogen, jemand schiebt mich auf starke muskulöse Schenkel. Einer der Männer dringt tief in mich ein und vögelt mich, während der andere mir wieder seinen Schwanz in den Mund schiebt. Ist es der Gleiche wie vorher? Ich weiß es einfach nicht. Julie fasst mit ihren kleinen sanften Händen nach meinen Brüsten und knetet sie zärtlich. Ich bin reizüberflutet. Ich höre auf zu überlegen, wer wo was und wieso. Ich will nicht mehr denken. Ich lasse mich einfach fallen. Lasse mich benutzen, genieße es zu dienen. Bin stolz als ich spüre, wie erst der eine und dann der andere in mir kommt.
Später liegen wir zu viert nackt auf den Schafsfellen. Unterhalten uns, scherzen, lachen. In der Hütte riecht es nach Glühwein und Sex.
„Julie und Ben reisen morgen Mittag ab, dann sind wir zwei allein“, flüstert mein Herr mir irgendwann ins Ohr. Ah, Sir Ruprecht heißt also Ben. Irgendwie finde ich Sir Ruprecht passender.
Ich kuschele mich in seinen Arm. Bin atemlos, glücklich. Die Sub in mir räkelt sich hingebungsvoll. Ich möchte singen.
Oh Tannenbaum.‘
Oder vielleicht Süßer die Glocken nie klingen.
Aber ich verkneife es mir. Proste den dreien zu und wünsche mit einem schelmischen Lächeln frohe Weihnachten.

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